Unsere Vereinsatzung

§ 1 Name, Rechtsform und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen "Hilfe zur Selbsthilfe e. V.". Er hat seinen Sitz in Tübingen, ist im Vereinsregister eingetragen und arbeitet im wesentlichen im Landgerichtsbezirk Tübingen.
  2. Der Verein ist eine Einrichtung der freien Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe. Er gehört dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV), Landesverband Baden-Württemberg e. V., an.

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Der Verein hat die Zielsetzung, nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" für Jugendliche und Erwachsene Hilfsangebote bei Problem- und Konfliktlagen, sozialer Benachteiligung und nach Straftaten zu machen und hierdurch Voraussetzungen zu einem selbstverantworteten Leben ohne Ausgrenzung zu schaffen. Dies schließt sozialpolitische, kriminalpolitische und präventive Aktivitäten ein.
  2. In dem aufgezeigten Rahmen wirkt der Verein insbesondere in den Arbeitsfeldern der Jugend- und Sozialhilfe, der Ausbildungs- und Beschäftigungshilfe, der Drogenhilfe, der Straffälligenhilfe und der Opferhilfe. Die sozialpädagogische Arbeit orientiert sich hierbei an der Lebenswelt der Klienten. Neben dem Unterhalt und dem Ausbau der bestehenden Hilfen ist es ein Anliegen, durch Modellprojekte neue Wege der Jugend-, Sozial- und Kriminalpolitik zu erproben und die gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis zu verbreiten.

§ 3 Die Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die durch uneigennützigen Einsatz oder materieller Hilfe den Vereinszweck fördern wollen.
  2. Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Präsidium zu beantragen. Sie wird mit schriftlicher Bestätigung wirksam.
  3. Die Mitgliederversammlung kann Ehrenmitglieder ernennen.

§ 4 Mitgliedsbeitrag

Die Mitglieder entrichten einen Mitgliedsbeitrag an den Verein.

§ 5 Austritt

Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit möglich. Er ist gegenüber dem Präsidium schriftlich anzuzeigen.

§ 6 Ausschluss

Wegen vereinsschädigendem Verhalten oder aus anderem wichtigen Grund, kann ein Mitglied durch Beschluss des Präsidiums aus dem Verein ausgeschlossen werden. Das durch den Präsidiumsbeschluss ausgeschlossene Mitglied kann innerhalb sechs Wochen die Mitgliederversammlung anrufen.

§ 7 Organe

Die Organe des Vereins sind:

a) die Mitgliederversammlung
b) das Präsidium
c) der Vorstand

§ 8 Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Sie hat folgende Aufgaben:

    a. Sie beschließt die Satzung des Vereins und etwaige Änderungen.
    b. Sie legt die Richtlinien der Vereinsarbeit fest.
    c. Sie wählt das Präsidium.
    d. Sie bestimmt den Mitgliedsbeitrag und genehmigt den Haushaltsplan.
    e. Sie nimmt den Rechenschaftsbericht des Vorstands und des Präsidiums entgegen und erteilt Entlastung
    f. Sie kann Beschlüsse des Präsidiums ändern und aufheben.
    g. Sie kann Ehrenpräsidenten oder Ehrenmitglieder ernennen.
    h. Sie kann die Auflösung des Vereins beschließen.
  2. Die Mitgliederversammlung soll mindestens einmal im Jahr stattfinden. Sie muss einberufen werden, wenn das Präsidium dies beschließt oder wenn mindestens der fünfte Teil der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe dies verlangt. Die Einladung mit Tagesordnung ist mindestens drei Wochen vorher zu versenden. Die Mitgliederversammlung wird vom Präsidenten einberufen und eingeleitet. Die Protokolle der Mitgliederversammlung werden vom Versammlungsleiter unterzeichnet.
  3. Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Bei Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine Vertretung von Abwesenden durch Bevollmächtigte ist bei der Stimmabgabe zulässig; sie muss schriftlich nachgewiesen werden.
  4. Anträge auf Änderungen der Satzung sind den Mitgliedern spätestens bei der Einberufung der Mitgliederversammlung im Wortlaut mitzuteilen. Zu einem Beschluss über die Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Die Auflösung des Vereins kann ebenfalls nur mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.
  5. Wahlen werden geheim und mit Stimmzetteln vorgenommen; es kann offen gewählt werden, wenn kein anwesendes Mitglied widerspricht. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat. Wird eine solche Mehrheit bei der Wahl nicht erreicht, so findet zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen eine Stichwahl statt, bei der die Stimmenmehrheit entscheidet. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

§ 9 Das Präsidium

  1. Das Präsidium besteht aus mindestens 5 Personen
  2. Das Präsidium wählt aus seiner Mitte den Präsidenten und dessen Stellvertreter
  3. Der Vorstand nimmt beratend an den Präsidiumssitzungen teil.
  4. Die Mitglieder des Präsidiums werden auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Sie bleiben bis zur Neu­wahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Nicht wählbar sind Angestellte des Vereins, d. h. Mitarbeiter mit mehr als einem Viertel ihrer Arbeitskraft.
  5. Das Präsidium überwacht den Vorstand. Es kann sich jederzeit über alle Angelegenheiten des Vereins unterrichten lassen, seine Bücher einsehen und seine Kassenführung überprüfen oder einen Dritten damit beauftragen
  6. Das Präsidium ist in Wahrnehmung seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion insbesondere zuständig für:

    a. Fragen der pädagogischen und organisatorischen Grundausrichtung des Vereins, insbesondere die Erweiterung bzw. Reduzierung der Vereinstätigkeit
    b. D ie Verabschiedung des Haushaltsplans
    c. Die Zustimmung zu den Geschäftsordnungen des Vorstands und der Arbeitsgremien in den Einrichtungen des Vereins
    d. Den Abschluß, die Abänderung, die Aufhebung und Auflösung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands
    e. Die Vorbereitung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
  7. Das Präsidium wird vom Präsidenten einberufen. Es ist mindestens dreimal jährlich einzuberufen, oder wenn mindestens zwei Präsidiumsmitglieder dies unter Mitteilung des zu behandelnden Antrags verlangen. Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Es entscheidet die einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten den Ausschlag. Ein Beschluss des Präsidiums kann auch auf schriftlichem Weg gefasst werden, wenn kein Präsidiumsmitglied diesem Verfahren widerspricht.
  8. Die Präsidiumsmitglieder haften dem Verein gegenüber nur bei Vorsatz und bei grober Fahrlässigkeit.
  9. Die Präsidiumsmitglieder erhalten eine im Verhältnis zu ihren Aufgaben angemessene Entschädigung, die von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird.

§ 10 Der Vorstand

  1. Das Amt des Vorstands gem. §26 BGB wird vom hauptamtlich tätigen Gesamtleiter der Einrichtung als Vorstandsvorsitzendem sowie seinen Stellvertretern wahrgenommen. Sie sind je einzeln zur Vertretung berechtigt.
  2. Der Vorstand wird vom Präsidium bestellt und abberufen.
  3. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Ihm obliegt die Leitung, Koordination und Beratung der Projekte und die Verantwortung für die Wahrung der pädagogischen Grundausrichtung des Vereins. Er ist bevollmächtigt, den Verein nach innen und außen in vollem Umfang zu vertreten.
  4. Der Vorstand übt seine Tätigkeit gegen angemessenes Entgelt aus.

§ 11 Angestellte des Vereins

  1. Die Angestellten werden an der Willensbildung im Verein beteiligt durch:

a. Beteiligung der jeweils betroffenen Kollegen an der Mitarbeiterauswahl
b. Vorschlagsrechte an Vorstand und Präsidium
c. regelmäßige Mitarbeitertage
d. unmittelbare Anhörung der fachlich betroffenen Mitarbeiter

§ 12 Wissenschaftlicher Beirat

Zur fachlichen Selbstkontrolle und zur Entwicklung neuer Ansätze des Vereinszieles kann ein wissenschaftlicher Beirat gebildet werden. Ihm soll eine vom Präsidium berufene, unterschiedliche Zahl von erfahrenen Praktikern und engagierten Wissenschaftlern angehören. Kritik und Vorschläge des Beirats sind vom Präsidium zu erörtern.

§ 13 Haushaltsführung, Vermögensverwaltung

  1. Rechnungsjahr ist das Kalenderjahr. Die Jahresrechnung, bestehend aus Aufwands- und Ertragsrechnung mit Bilanz, wird durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft.
  2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die laufenden Einnahmen sind für die in § 2 aufgeführten Zwecke zu verwenden oder zweck-gebundenen Rücklagen zuzuführen. Der Nachweis über die Verwendung der Mittel ist in der Jahresrechnung zu führen. Die Ansammlung von Rücklagen ist im Rahmen der gemeinnützigen und mildtätigen Zwecke zulässig.
  3. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Der Ersatz von tatsächlichen Auslagen, sowie angemessenes Aufwandsentgelt für Geschäfts-, Kassen-, Protokoll-, Rechnungsführung und Rechnungsprüfung sind zulässig.
  4. Eine Änderung der Vereinszwecke darf nur im Rahmen von gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken im Sinne der geltenden Steuergesetze erfolgen.

§ 14 Auflösung

Im Falle der Auflösung des Vereins beschließt die Mitgliederversammlung über die Verwendung des Vermögens. Dabei ist § 13 zu beachten. Falls ein solcher Beschluss nicht gefasst wird, fällt das Vermögen dem Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V. mit der Auflage zu, es im Wirkungsbereich des Vereins in einer dem Vereinszweck entsprechenden Weise zu verwenden. Dies gilt auch für den Fall der Aufhebung und bei Wegfall des Zweckes.

Stand: 16.12.2009

Hilfe zur Selbsthilfe e.V.

Rommelsbacher Str. 1
72760 Reutlingen

07121-387893
07121-3878948

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